Sorry we’re closed

Juni 30, 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

Sehr wahrscheinlich passiert hier nichts mehr. Wenn ich richtig gut bin, nehm‘ ich mir diese Texte noch mal vor und ziehe sie um. Dann gibt’s die Neufassungen auf

 

DIESER SEITE. www.katharinafischer.de Dort gibt’s überhaupt

Käthe Fischer auf www.katharinafischer.de

 

Mit lieben Grüßen

 

*Käthe

Fuck Klout! Ich verdiene nicht mit mit Dauergewäsch und Selbstbeweihräucherung mein Geld!

Oktober 13, 2012 § 4 Kommentare

Immer mal wieder werden mir in meine diversen Newsstreams Meldungen über Klout gespült. Man liest von Bewerbern, die ob ihres Klout-Scores abgelehnt werden oder der Integration des Klout-Scores in Bing, so dass man vermeintlich neben Mitbewerbern besser oder schlechter dasteht und die Akquise eines neuen Kunden beeinflusst wird.

fuck klout.com

fuck klout.com

Ich finde Klout scheiße. Ich entschuldige mich jetzt auch gar nicht für diese Wortwahl. Der Klout-Score sagt meiner Meinung nach genau nichts über das Expertentum oder auch die Interaktionsfrequenz (oder gar -qualität!) eines Users aus. Bislang habe ich mich gesträubt, wirklich etwas auf diese Nummer zu geben (obwohl ich seit mehr als einem Jahr angemeldeter Nutzer bei Klout.com bin). Die schon vorher verlinkten Artikel und einige Posts von Mitbewerbern, die auf Klout schwören, veranlassen mich nun, dort auch noch einmal genauer nach zu forschen: Klout ist der digitale Schwanzvergleich von Selbstdarstellern.

Mein Klout-Score ist in den vergangenen 3 Wochen um 4 Punkte abgeschmiert. Ich habe keine Ahnung, weshalb das so ist und theoretisch wäre mir das auch egal Was mir nicht egal ist: Klout erfasst nicht mal ansatzweise ein Fünftel meiner Online-Aktivitäten, wirkt sich aber extrem ungünstig auf meine Online-Reputation aus. Geht’s noch?! Ich arbeite mit diversen und auch diversen namhaften Kunden und betreue deren Online-Kommunikation vorrangig auf Website, Facebook, Twitter und Youtube. Leider macht es mir Klout nicht möglich, all diese Plattformen auch anzugeben und so beschränkt sich Klout auf die Plattformen, die sich ausschließlich auf mich beziehen. Mit anderen Worten sagt mein Klout-Score derzeit nur eines: Ich rede online nur auf geringem Level über mich und mein Unternehmen, sondern investiere meine Online-Zeit in die Pflege der mir anvertrauten Plattformen. Dafür werde ich bezahlt. Das ist meine Arbeit. Das ist meine Leidenschaft – nicht das persönliche Eierkraulen, dass mir bei manchen Kollegen wirklich bitter aufstößt, sondern Unternehmen und Marken voranzubringen, sie in den Dialog mit deren Kunden zu schicken und das Bestmögliche aus den sozialen Medien heraus zu holen. Und der Erfolg dabei gibt mir in meiner Arbeitsweise recht. Nicht diese bescheuerte Zahl. So.

Social Media Club Berlin #26: Social Video

April 16, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Heute mal wieder was von K:FEE Kunst und Können, die es endlich auch mal wieder zum Social Media Club geschafft hat. Es geht um Social Video, denn  50% des weltweiten Traffics entstehen über Videodisstribution und  jede Timeline hat Videos und somit sind diese relevant und auch für uns und unsere Kunden interessant.

Links und schönen Stil gibt’s (vielleicht😉 )ab morgen. Die tatsächlichen Facts könnt ihr schon jetzt schnell hier nachlesen.

1. Re:Publica

Zunächst allerdings gibt Clemens Lerche, Geschäftsführer re:publica, einen Einblick in die anstehende re:publica und wirbt für die Veranstaltung.

Die Re:publica 2012 findet am 2.-4. Mai in neuer Locationstatt. Nicht mehr wie bisher in Friedrichstadtpalast und Kalkscheune, sondern in der  stationberlin  am Gleisdreieck auf16 000 m“.

Ein Zweitakku und Mehrfachsteckdose wird dennochempfohlen, da leere Hallen angemietet wurden – allerdings gibt der Veranstalter selbstverständlich sein Bestes!

Man freut sich, dass das w-lan ist fertig vorinstalliert ist und deutlich besser funktionieren sollte als im letzten Jahr. Damit ist das Setting von der technischen Seite her deutlich besser als bisher.

Lerche spricht von „Aufenthaltsqualität  mit Festvalcharakter“ – Lounges und Bars zum „refreshen“ sind ebenso vorhanden wie ein Außengrill. Die geplantenPartys mit Partnern werden auf dem Gelände stattfinden und unterstreichen den Festivalcharakter.

raumlabor unterstützen precious sorgen für Überraschungen.

Neben Vortragsräume gibt es  offene Räume für ad hoc Verantstaltungen für spontane Diskussionen.

2. TunedIn (Start-up Slot)

…ist ein social TVApp und bringt damit Internet und Fernsehen zusammen. Social TV – man kann Filme bewerten, direkt sehen, welche Filme gerade laufen oder sich erinnern lassen, wenn der Lieblingsfilm im Fernsehen kommt. Natürlich kann man sämtliche medialen Erfahrungen mit den Freunden teilen – sonst wäre es ja auch nicht social😉 – zum Beispiel auch den gemeinsam geschauten Film oder die Sendung gemeinsam zu kommentieren.

Durchschnittlich checken sich mehrere zehntausend Leute in Shows ein. Das sieht man derzeit an Twitterstreams zu Tatort un Co. Demnächst kann man das dann eben über TunedIn tun.

Der Mehrwert gegenüber zu GetGlue oder Miso ist das deutsche TV Programm. Grundsätzlich sind sie aber schon ähnlich.

Details werden vor dem Launch noch nicht verraten.

3. Bertram Gugel @digitalerfilm

Internetvideos haben 4 k – 400 Pixel ion der Breite – bessere Qualität als Fernsehen.

Jeden Tag werden 4 Milliarden Videos pro Tag auf Youtube gesehen. das entspricht 24 Mrd. Sehminuten. Das deutsche Fernsehen strahlt etwa 18 Mrd. Sehminuten  am Tag aus.

Deutsche sehen etwa 36 Minuten am Tag Videos.

Videos on Demand ist gefragt.

Die neue Hardware unterstützt den Konsum von Videos – iPad und Co.

Die neue Hardware macht die medialen Inhalte auch interaktiv. Aber: der Fernseher ist der größte Screen und hat das beste Audio-System – nichtsdestotrotz müssen – und werden sie auch – die herkömmmlichen TV-Geräte smarter. – Z.B. Netflix– virtuelle Plattform kommt auf den Fernseher – Filme etc. werden online gestreamt – z.B. über die XBox.

Es werden neue Inhalte originär für das Internet produziert – das führt zu besseren Inhalten.

Louis CK hat 200.00 Dollar investiert um privat eine Show zu produzoieren. das Endprodukt hat er zum download ins Netzgestellt zum Kostenfaktor von je 5 $. Damit hatte er einen Umsatz von 1 Million $ innerhalb von 12 Tagen.

4. Manuel Uhlitzsch über MyVideo – das legale Videoportal

Inspiriert von youtube und metacafe und mit den Investoren ProSieben und Sat1 hat sich das Unternehmen gründen können, das mittlerweile von Berlin und Bukarest aus operiert.

Zunächst konnten die User alles hoch laden, doch später mussten Verträge geschlossen werden und Anwalte konsultiert werden, da die rechtliche Seite abgesichert werden musste. Die Copyrights werden seitdem geachtet. Das hat Inhalte und auch Nutzer  im 7stelligen Bereich gekostet. Seit der Zusammenarbeit mit ProSieben sind vor allem TV-Inhalte vertreten – zunächst Trailer, dann eine komplette Serie – Anna und die Liebe. Entgegen der Befürchtungen wurde die Reichweite der Zuschauer erhöht und damit war der Startschuss für die Zusammenarbeit mit ProSieben und Sat1 gegeben. Alle abrufbaren Inhalte auf der Website sind legal, allerdings muss der User über die Werbung dort hinwegsehen, mit der die Absicherung der Rechte eben auch finanziert werden. Mittlerweile hat MyVideo 20.000 Stunden lizensiertes Programm auf der Plattform.

In der anschließenden Diskussion wird noch einmal herausgestellt, dass eben auch Verkauf über Videos funktioniert – dazu sei auch der Artikel zu 10 Tips, wie man Retouren vermeidet empfohlen.

Viel Spaß noch beim Socializen im Grünen Salon

Wir freuen uns auf Kommentare unter unserem Facebook-Account.

#5 SMW HH Google+ für Unternehmen

Februar 14, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Wir diskutieren ja immer wieder, ob es schon sinnvoll ist, unsere Kunden auf google+ kommunizieren zu lassen. Noch scheint es, dass der Otto-Normal-Verbraucher hier nicht so recht angekommen ist, hier für die meisten Produkte keine Zielgruppe zu findest – Natürlich sei an dieser Stelle noch einmal daran erinnert: web 2.0 ist nicht gleichzusetzen mit Facebook – wir kennen die unterschiedlichsten und sehr kleinen Plattformen, auf denen Marken und Produkte hervorragend aufgehoben sein können – eben weil es sich um Nischen handelt. Doch wie sieht es mit Google+ aus?

 

Hierzu spricht ein Experte direkt aus dem Unternehmen und stellt direkt einige Thesen auf und zeigt, wie Google+ diese Probleme beseitigt:

 

1. Botschaften sind unpersönlich. Ein Sender richtet sich stets an eine Masse von Empfänger. Dabei kann er nicht individuell sein.

  • Deswegen sollte man die Inhalte mit jeweils der relevanten Zielgruppe teilen. Ein und das selbes Ereignis wird je nach Zielgruppe mit unterschiedlichen Inhalten befüllt. –> Circles

 

2. Kommentare sind keine Konversation

– echte Dialoge führen-> Chat/ Hangout (Ausstrahlung nach youtube möglich – nach Recording ist möglich – mit 10 Personen)

 

3. Empfehlungen sind flüchtig. Sie kommen wahllos in den Newsstream- immer dann, wenn Freunde eben etwas „liken“.

– Besser wäre es, kämen die Empfehlungen dann, wenn man sie braucht –> das ist der Fall mit  +1. Dann wenn ich auf der Suche nach einem Produkt bin, wird mir angezeigt, wer das gepluseinst hat.

 

Kleiner Exkurs: Empfehlungen beeinflussen Kaufentscheidungen . Wir alle kennen dazu die Nielsen-Studie von 2009. Die gepluseinsten (mei! darf man das eigentlich sagen-und wenn ja: darf man das schreiben??) Produkte werden in den natürlichen Suchergebnissen angezeigt und auch, wenn einer der Freunde gepluseinst hat und damit eine Kaufempfehlung gibt.

 

4. Marketingmaßnahmen sind fragmentiert

Optimalerweise sollte eine ganze Welt um das Produkt entstehen. Verbinden sie Ihre +1‘s im ganzen Web–> Website, G+Site, Display, Mobile, Video, Suche

 

(aktuelle Zahlen zu google+:

90 mio auf google +

60% loggen sich täglich ein

80% loggen sich wöchentlichen ein

Das langsamere Wachstum in Deutschland erklärt sich durch die geringere g-mail Penetration und auch die Tatsache, dass der social-plattform markt ist hier fragmentierter ist als anderswo.)

 

Wenn Sie  Ihr Unternehmen auch via google+ präsentieren möchten, sollten Sie zunächst eine Google+ Page erstellen und für eine Verlinkung mit Ads und Ihrer Website sorgen. Dann beginnen Sie, Inhalte und Hangouts zu teilen. Verstehen Sie Google+ dabei immer als verbindendes Element.

 

Neben dem persönlichen Mehrwert für den google-Nutzer haben auch Sie einen Nutzen. Zwar beeinflusst der +1-button das google-Ranking nicht direkt, aber die Anzahl der Links, die auf die Page gehen, wird durch den +1-Button vergrößert.

 

 

Hier der komplette Vortrag. 

 

 

#4 SMW HH Krisenprävention und-Management

Februar 14, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Bernhard Jodeleit, Geschäftsführer von Lots of Ways, spricht über Krisenprävention und -management.

Er beginnt seinen Vortrag mit einem Bild: früher stand der Mensch vor dem Aquarium, dass der PR-Mensch mit bunten Fischen gefüllt hat. Kommunikation war ausschließlich per Klopfen an die Scheibe möglich. Heute ist der PR Mensch als Taucher mitten im Becken – es gibt PR-Haie, Influencer usw.

Allerdings soll man nicht nur an ein Haifischbecken denken, denn vielmehr ist das web 2.0 auch Stammtisch, an dem man Themen verhandelt, Banales teilt und Freunde wird.

Doch ist nicht immer alles nur nett im Netz- so reißt Jodeleit diverse Shitstorms der vergangenen Monate an:

(#HevelingErgoPril und der Hühnchenmann @PeterBreuer, WWF und das 18Uhr-ProblemSchleckerDie Straßenhunde, die die Euro 2012 in der Ukraine zu stoppen drohen, O2 und „Wir sind Einzelfall!“

(alle auch nachzulesen bei T3N)

Festzuhalten bleibt: in klassischen Medien kann man den Unmut eines Kunden takten – ein Team kann sich vorbereiten und eine Reaktion vorbereiten und entsprechend, beispielsweise bei einer Pressekonferenz, reagieren. Mit dem web 2.0 nun aber ist ein Brief schnell veröffentlicht, eine fehlende, unzureichende oder unzulängliche Reaktion rasch kommentiert und zieht dort seine Kreise. Deswegen ist es sinnvoll, sich Strategien zur Prävention zu überlegen – allerdings – so Jodeleit haben Shitstorms kaum Auswirkungen auf die Sympathiewerte oder vertriebliche Zahlen eines Unternehmens. Da sie aber in Reichweitenmedien stattfinden, berühren sie Influenzer wie Blogger oder Journalisten, die ihrerseits vernetzt sind, weshalb Shitstorms also doch kritisch zu betrachten sind.

Präventive Maßnahme sind:

  • Netzwerke bauen- Fürsprecher, Sympathisanten, loyale Kunden bündeln
  • Meinungsbilder kennen
Dazu ist es wichtig, zunächst zu analysieren, wer sind die Kritiker und Fürsprecher, samt der relevanten Netzwerke, der  Reichweite usw. Anhand der Ergebnisse entwickelt man dann Kriterien, wie man mit ihnen umgeht. Auch ist es wichtig, sich der eigenen Stärken und Schwächen bewusst zu werden, um das Risiko eines Shitstorms abschätzen zu können. Dann können Handlungsempfehlung ausgesprochen werden, die im schlimmen Fall des Falles als Reaktionsprozesse für den akuten Krisenfall (rund um die Uhr) dienen können.

  • –> Analyse (Dialoggrupen, Stärken, Issues+Risiken)-> Setup (Monitoring mit Scoring) Prozesse -> Aktion (Früherkennung, Prävention, Deeskalation)

Um einer Krise entsprechend begegnen zu können, müssen Ressourcen geschaffen werden, denn Arbeit im web 2.0 braucht ausgebildete Menschen, die sie ausführen (z.B. Markenbotschafter) und Guidelines müssen geschaffen werden.

Im Krisenfall wird der Kriterienkatalog dann abgearbeitet. Das sorgt für Sicherheit. Auch scheint es sinnvoll, im voraus Wordings und Reaktionen zu planen und den beteiligten Sprechern (oder Markenbotschaftern) Argumentationshilfen an die Hand zu geben, weshalb sie die Situation (nicht) ausgesessen haben.

Wenn die Krise dann da ist, sollte man zunächst schauen, ob die vordefinierten Kriterien funktionieren. Bestenfalls kann man sich auf die Reputation des Unternehmens als verlässlichen Partner verlassen, schlimmstenfalls, arbeitet man die vorbereiteten Schritte ab ( möglicherweise gibt es gar eine Szenario- Aktionsmatrix)

 

Leider war der Vortrag sehr schnell – und sehr komplex (und gut!) deshalb hier nur eine sehr gekürzte Fassung. Den kompletten Vortrag gibt’s hier.

 

#3 SMW HH Social Software

Februar 13, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Nach einer Einführung, wie wir sie schon oft gehört haben und wohl noch öfter hören werden –  nämlich „Was ist Social Web – was sind Social Plattformen?“ streift John David von Oertzen von der Hamburger IT-Firma Infin-It auch die Anforderungen, die an die jeweiligen Programme gestellt werden. Er geht dabei darauf ein, dass die Informationsflut, die durch das Teilen und Publizieren gebannt werden muss – und dabei aber all das, was einen interessiert, nicht untergehen darf.

Wiki, Blog, Networking Communities, Microblogging und mehr werden längst in Unternehmen haben längst ihren Weg in die interne Unternehmenskommunikation gefunden. Vor allem Xing und Linkedn werden in Unternehmen eingesetzt, aber auch Groups und andere Tools, die das gemeinsame Arbeiten erleichtern, nehmen zu.

(Warum? Na klar: Tu Gutes und sprich darüber: Per Wissensmanagement ist es einfach, die Reputation positiv zu beeinflussen, Blogs machen es einfach, Neuigkeiten unkompliziert nach außen zu tragen und authentisch über das Unternehmen, den Service und die Produkte zu berichten – aber auch innerhalb des Unternehmens sind es Blogs und Collaborations, die das Zusammenarbeiten erleichtern sollten. Von Oertzen hat auch noch einmal an die Allen-Kurve erinnert. Kurz gesagt, beeinflusst die räumliche Distanz zwischen Menschen die Kommunikation zwischen ihnen -das web 2.0 schafft Distanz aber tendenziell ab, was klar dafür spricht, auf diese Kanäle zu setzen und damit die Kommunikation zwischen Menschen, hier also Mitarbeitern, zu fördern. Das kann nur von Vorteil sein: es kommt zum Wissensaustausch unter den Mitarbeitern, man kann Partner und Kunden besser einbinden – und ja: das wiederum hat Auswirkung auf die Unternehmenskultur, denn die hierarchische Steuerung wird damit hinfällig.)

Von Oertzen erklärt die 90-9-1 Regel,die leider nicht halb so sexy ist, wie sie beim ersten Hören klingt: lediglich 1% der User erstellt die Masse der Inhalte, immerhin noch 9% kommentieren, tagen oder klicken „gefällt mir“/ verteilen favstar-Sternchen und ähnliches, aber die breite Masse, eben 90% konsumieren nur, sind stille Leser. Das heißt für Unternehmen, dass sie diejenigen, die für die Kommunikation ihrer Unternehmensinhalte verantwortlich sind, sorgsam aussuchen sollten. Unglücklicherweise sind diejenigen, die über das relevante Wissen verfügen, häufig nicht diejenigen, die über die kommunikativen Fähigkeiten verfügen. Hier kommen die Social Softwares ins Spiel, denn diese sollen das Verntzen innerhalb des Unternehmens und so die Arbeitsabläufe erleichtern und so das Teilen des Wissens einfacher machen – So gelangt das Wissen schneller zum Multiplikator und das Unternehmen bekommt den Mehrwert durch den Einsatz des Web 2.0, auf den wir uns hier immer wieder berufen.

Damit das aber funktioniert, muss die Social Software so integriert werden, dass sie für alle Beteiligten störungsfrei übernommen werden kann: Sie muss sich einwandfrei in die schon bestehende Oberfläche integrieren lassen und die Benutzer nicht zwingen, sich mit gänzlich neuen Tools auseinandersetzen zu müssen. Design, Widgets, Navigation usw. sollten anpassbar sein – möglichst nicht nur an den Kunden, sondern sogar individuell für jeden einzelnen, der damit arbeiten soll (beispielsweise je nach Präferenz mit Kalender im Dashboard oder To-Do-Liste usw.). Als Unternehmen sind Kriterien wie Datensicherheit, Back-up und Recovery (gibt es die Möglichkeit der automatisierten Zwischenspeicherung), die Vertrauenswürdigkeit des Anbieters (und wird auch in den kommenden Jahren noch entsprechenden Service bieten? Was ist über das Entwicklerteam zu sagen? Wo liegen die Daten? Wie ist der Support (gibt es entsprechende Whitepapers, Schulungen? Wie wird auf Fehler etc. reagiert) besonders wichtig.

(Glücklicherweise gibt es Dienstleister wie socialsoftwarematrix.org, die verschiedene Social Software unter verschiedenen Kriterien bewerten.)

Hier eine kurze Liste mit möglichen Anbietern für die interne Kommunikation, die Zusammenarbeit und Wissensaustausch, Verwaltung von Information und Projektmanagement unterstützen:

yammer, jive (kann man detailliert anpassen (customize)), socialtext, , liferay, office sharepoint, chatter collabotaion cloud/salesforce, atlassian confluence (technologiegetrieben, softwareprojekte, Dashboard, in dem man sich den Fortschritt betrachten kann), just (Hamburger Firma)

Wenn eine zum Unternehmen passende Software gefunden ist, ist es wichtig, dass die Entscheider hinter diesem Projekt stehen. Das Engagement der Enthusiasten muss honoriert werden, damit das Unterfangen erfolgreich sein kann – Erfolge müssen messbar gemacht werden, indem Ziele festgelegt werden. Man sollte sich auch vorher darüber im Klaren sein, dass die Mitarbeiter unterschiedliche Vorkenntnisse haben – möglicherweise auch Ängste mit sich bringen – davor sind allerdings auch Mitarbeiter in den Führungsebenen nicht gefeit. Es hat sich, so von Oertzen, bewährt, eine Pilotgruppe zusammen zu stellen, die aus Mitarbeitern der Arbeitsbereiche besteht, die am meisten aus der Zusammenarbeit profitieren und diese als gutes Beispiel vorn angehen zu lassen.

(und hier mal noch ein Artikel aus dem vergangenen Jahr, weshalb Social Software in Unternehmen scheitert – vielleicht diskutieren wir das dann auf Facebook😉 http://www.facebook.com/KunstUndKoennen )

 

Und hier der Livestream.

#2 SMW HH Monitoring

Februar 13, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Im wunderbaren Stilwerk  erklärt Tobias Görgen von Toocan noch einmal, weshalb Monitoring wichtig ist und welche Möglichkeiten man derzeit hat.

(Falk Hedemann von t3n hat hierzu ebenfalls einen Artikel geschrieben.)

Görgens betont, dass es nicht ausreicht, im Web 2.0 zu senden, sondern dass man eben auch im Blick haben muss, was und von wem Feedback kommt und was bereits über das Unternehmen oder die Marke gesagt wird. Daneben sieht er ganz klar auch die Beobachtung der Mitbewerber als zentrale Aufgabe der Social Media-Beauftragten.

Monitoring dient der Qualitätssicherung, der Mundpropaganda (schließlich ist es manchmal effektiver,  interessierte Blogger einzusetzen, statt Anzeigen zu schalten – dazu allerdings muss man dazu wissen, wer ein „interessierter Blogger “ ist) der Marktforschung (wie ist die Zielgruppe), dem Marketing (was will die Zielgruppe) und nicht zuletzt der Werbung (wo kann ich Banner schalten, wo ist meine Zielgruppe etc.).

Durch effektives Monitoring kann man die Mitbewerber analysieren, die  Zielgruppe herausfiltern und  diese gezielt angehen.

Zunächst gibt er einen kurzen Einblick in die kostenlosen Tools, die zur Verfügung stehen:

GOOGLE kann man mit Google Alerts oder Google Reader im Blick behalten.

Hier werden indexierte Seiten von Google abgefangen und periodisch per mail versendet. Man sollte vorsichtig mit generischen Begriffen a la „social media“  sein und stattdessen konkrete Suchbegriffe verwenden um nicht mit Suchergebnissen überhäuft zu werden. Das Problem bei diesen Tools ist, dass es sich bei Google um den direkten Konkurrenten von Facebook handelt und Suchergebnisse, die mit ihm in Verbindung stehen, nicht angezeigt werden: Die Ergebnisse sind also nicht objektiv.

TWITTER kann man kostenfrei mit Twinitor beobachten (lassen). Schön ist hier, dass man parallel mehrere Suchen anfragen kann (z.B. Hashtag, Phrases, Personen).

Was bei FACEBOOK über das Unternehmen oder die Marke gesagt wird, erkennt man mit OpenStatusSearch, wofür man nicht in Facebook eingeloggt sein muss.

Ein Tool, mit dem man DIVERSE Plattformen parallel ansehen kann, ist addictomatic Hier kann man zeitgleich und je nach Vorliebe verschiedene Widgets wie Twitter, Google, Bing, WordPress, Flickr, usw. anordnen und Stichwortsuchen laufen lassen.

Tobias Gören beendet diesen Teil seines Vortrags damit, die Nachteile der kostenlosen Tools zusammenzutragen:

NACHTEILE DER GRATISTOOLS

  • beziehen sich auf eine Schnittstelle (Twitter ODER Facebook ODER Google ODER…)
  • Meistens nur ad-hoc-Suchen -keine konstanten Suchen, keine Entwicklung ablesbar (man weiß also auch nicht, ob man sich in seiner Kommunikation verbessert hat)
  • keine komplexe Suche möglich (man müsste auch verschiedene Schreibweisen, mögliche Schreibfehler einbeziehen, oder auch boolesche Suche)
  • Weiterverarbeitung der Daten ist nicht möglich -> keine Beratung

Verschwiegen werden soll an dieser Stelle natürlich nicht, dass Toocan ein Unternehmen ist, dass genau das anbieten möchte: ein Analysetool, mit dem man relevante Daten abrufen kann, umfangreiche Beratung und Service inklusive – das reicht vom Monitoring von der eigenen Reputation, der Wettbewerber, Produkte, Trends etc. bis zur Analyse unbegrenzter Keywords, Treffer und User. Bei Toocan kann man Lizenzen ab 12 Monate erwerben (alles unter 6 Monate macht keinen Sinn, sagt Görgens da man Erfarungswerte sammeln muss) und KMUs sind ab 1.999 € pro Jahr dabei.

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