#5 SMW HH Google+ für Unternehmen

Februar 14th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Wir diskutieren ja immer wieder, ob es schon sinnvoll ist, unsere Kunden auf google+ kommunizieren zu lassen. Noch scheint es, dass der Otto-Normal-Verbraucher hier nicht so recht angekommen ist, hier für die meisten Produkte keine Zielgruppe zu findest – Natürlich sei an dieser Stelle noch einmal daran erinnert: web 2.0 ist nicht gleichzusetzen mit Facebook – wir kennen die unterschiedlichsten und sehr kleinen Plattformen, auf denen Marken und Produkte hervorragend aufgehoben sein können – eben weil es sich um Nischen handelt. Doch wie sieht es mit Google+ aus?

 

Hierzu spricht ein Experte direkt aus dem Unternehmen und stellt direkt einige Thesen auf und zeigt, wie Google+ diese Probleme beseitigt:

 

1. Botschaften sind unpersönlich. Ein Sender richtet sich stets an eine Masse von Empfänger. Dabei kann er nicht individuell sein.

  • Deswegen sollte man die Inhalte mit jeweils der relevanten Zielgruppe teilen. Ein und das selbes Ereignis wird je nach Zielgruppe mit unterschiedlichen Inhalten befüllt. –> Circles

 

2. Kommentare sind keine Konversation

- echte Dialoge führen-> Chat/ Hangout (Ausstrahlung nach youtube möglich – nach Recording ist möglich – mit 10 Personen)

 

3. Empfehlungen sind flüchtig. Sie kommen wahllos in den Newsstream- immer dann, wenn Freunde eben etwas “liken”.

- Besser wäre es, kämen die Empfehlungen dann, wenn man sie braucht –> das ist der Fall mit  +1. Dann wenn ich auf der Suche nach einem Produkt bin, wird mir angezeigt, wer das gepluseinst hat.

 

Kleiner Exkurs: Empfehlungen beeinflussen Kaufentscheidungen . Wir alle kennen dazu die Nielsen-Studie von 2009. Die gepluseinsten (mei! darf man das eigentlich sagen-und wenn ja: darf man das schreiben??) Produkte werden in den natürlichen Suchergebnissen angezeigt und auch, wenn einer der Freunde gepluseinst hat und damit eine Kaufempfehlung gibt.

 

4. Marketingmaßnahmen sind fragmentiert

Optimalerweise sollte eine ganze Welt um das Produkt entstehen. Verbinden sie Ihre +1‘s im ganzen Web–> Website, G+Site, Display, Mobile, Video, Suche

 

(aktuelle Zahlen zu google+:

90 mio auf google +

60% loggen sich täglich ein

80% loggen sich wöchentlichen ein

Das langsamere Wachstum in Deutschland erklärt sich durch die geringere g-mail Penetration und auch die Tatsache, dass der social-plattform markt ist hier fragmentierter ist als anderswo.)

 

Wenn Sie  Ihr Unternehmen auch via google+ präsentieren möchten, sollten Sie zunächst eine Google+ Page erstellen und für eine Verlinkung mit Ads und Ihrer Website sorgen. Dann beginnen Sie, Inhalte und Hangouts zu teilen. Verstehen Sie Google+ dabei immer als verbindendes Element.

 

Neben dem persönlichen Mehrwert für den google-Nutzer haben auch Sie einen Nutzen. Zwar beeinflusst der +1-button das google-Ranking nicht direkt, aber die Anzahl der Links, die auf die Page gehen, wird durch den +1-Button vergrößert.

 

 

Hier der komplette Vortrag. 

 

 

#4 SMW HH Krisenprävention und-Management

Februar 14th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Bernhard Jodeleit, Geschäftsführer von Lots of Ways, spricht über Krisenprävention und -management.

Er beginnt seinen Vortrag mit einem Bild: früher stand der Mensch vor dem Aquarium, dass der PR-Mensch mit bunten Fischen gefüllt hat. Kommunikation war ausschließlich per Klopfen an die Scheibe möglich. Heute ist der PR Mensch als Taucher mitten im Becken – es gibt PR-Haie, Influencer usw.

Allerdings soll man nicht nur an ein Haifischbecken denken, denn vielmehr ist das web 2.0 auch Stammtisch, an dem man Themen verhandelt, Banales teilt und Freunde wird.

Doch ist nicht immer alles nur nett im Netz- so reißt Jodeleit diverse Shitstorms der vergangenen Monate an:

(#HevelingErgoPril und der Hühnchenmann @PeterBreuer, WWF und das 18Uhr-ProblemSchleckerDie Straßenhunde, die die Euro 2012 in der Ukraine zu stoppen drohen, O2 und “Wir sind Einzelfall!”

(alle auch nachzulesen bei T3N)

Festzuhalten bleibt: in klassischen Medien kann man den Unmut eines Kunden takten – ein Team kann sich vorbereiten und eine Reaktion vorbereiten und entsprechend, beispielsweise bei einer Pressekonferenz, reagieren. Mit dem web 2.0 nun aber ist ein Brief schnell veröffentlicht, eine fehlende, unzureichende oder unzulängliche Reaktion rasch kommentiert und zieht dort seine Kreise. Deswegen ist es sinnvoll, sich Strategien zur Prävention zu überlegen – allerdings – so Jodeleit haben Shitstorms kaum Auswirkungen auf die Sympathiewerte oder vertriebliche Zahlen eines Unternehmens. Da sie aber in Reichweitenmedien stattfinden, berühren sie Influenzer wie Blogger oder Journalisten, die ihrerseits vernetzt sind, weshalb Shitstorms also doch kritisch zu betrachten sind.

Präventive Maßnahme sind:

  • Netzwerke bauen- Fürsprecher, Sympathisanten, loyale Kunden bündeln
  • Meinungsbilder kennen
Dazu ist es wichtig, zunächst zu analysieren, wer sind die Kritiker und Fürsprecher, samt der relevanten Netzwerke, der  Reichweite usw. Anhand der Ergebnisse entwickelt man dann Kriterien, wie man mit ihnen umgeht. Auch ist es wichtig, sich der eigenen Stärken und Schwächen bewusst zu werden, um das Risiko eines Shitstorms abschätzen zu können. Dann können Handlungsempfehlung ausgesprochen werden, die im schlimmen Fall des Falles als Reaktionsprozesse für den akuten Krisenfall (rund um die Uhr) dienen können.

  • –> Analyse (Dialoggrupen, Stärken, Issues+Risiken)-> Setup (Monitoring mit Scoring) Prozesse -> Aktion (Früherkennung, Prävention, Deeskalation)

Um einer Krise entsprechend begegnen zu können, müssen Ressourcen geschaffen werden, denn Arbeit im web 2.0 braucht ausgebildete Menschen, die sie ausführen (z.B. Markenbotschafter) und Guidelines müssen geschaffen werden.

Im Krisenfall wird der Kriterienkatalog dann abgearbeitet. Das sorgt für Sicherheit. Auch scheint es sinnvoll, im voraus Wordings und Reaktionen zu planen und den beteiligten Sprechern (oder Markenbotschaftern) Argumentationshilfen an die Hand zu geben, weshalb sie die Situation (nicht) ausgesessen haben.

Wenn die Krise dann da ist, sollte man zunächst schauen, ob die vordefinierten Kriterien funktionieren. Bestenfalls kann man sich auf die Reputation des Unternehmens als verlässlichen Partner verlassen, schlimmstenfalls, arbeitet man die vorbereiteten Schritte ab ( möglicherweise gibt es gar eine Szenario- Aktionsmatrix)

 

Leider war der Vortrag sehr schnell – und sehr komplex (und gut!) deshalb hier nur eine sehr gekürzte Fassung. Den kompletten Vortrag gibt’s hier.

 

#3 SMW HH Social Software

Februar 13th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Nach einer Einführung, wie wir sie schon oft gehört haben und wohl noch öfter hören werden –  nämlich “Was ist Social Web – was sind Social Plattformen?” streift John David von Oertzen von der Hamburger IT-Firma Infin-It auch die Anforderungen, die an die jeweiligen Programme gestellt werden. Er geht dabei darauf ein, dass die Informationsflut, die durch das Teilen und Publizieren gebannt werden muss – und dabei aber all das, was einen interessiert, nicht untergehen darf.

Wiki, Blog, Networking Communities, Microblogging und mehr werden längst in Unternehmen haben längst ihren Weg in die interne Unternehmenskommunikation gefunden. Vor allem Xing und Linkedn werden in Unternehmen eingesetzt, aber auch Groups und andere Tools, die das gemeinsame Arbeiten erleichtern, nehmen zu.

(Warum? Na klar: Tu Gutes und sprich darüber: Per Wissensmanagement ist es einfach, die Reputation positiv zu beeinflussen, Blogs machen es einfach, Neuigkeiten unkompliziert nach außen zu tragen und authentisch über das Unternehmen, den Service und die Produkte zu berichten – aber auch innerhalb des Unternehmens sind es Blogs und Collaborations, die das Zusammenarbeiten erleichtern sollten. Von Oertzen hat auch noch einmal an die Allen-Kurve erinnert. Kurz gesagt, beeinflusst die räumliche Distanz zwischen Menschen die Kommunikation zwischen ihnen -das web 2.0 schafft Distanz aber tendenziell ab, was klar dafür spricht, auf diese Kanäle zu setzen und damit die Kommunikation zwischen Menschen, hier also Mitarbeitern, zu fördern. Das kann nur von Vorteil sein: es kommt zum Wissensaustausch unter den Mitarbeitern, man kann Partner und Kunden besser einbinden – und ja: das wiederum hat Auswirkung auf die Unternehmenskultur, denn die hierarchische Steuerung wird damit hinfällig.)

Von Oertzen erklärt die 90-9-1 Regel,die leider nicht halb so sexy ist, wie sie beim ersten Hören klingt: lediglich 1% der User erstellt die Masse der Inhalte, immerhin noch 9% kommentieren, tagen oder klicken “gefällt mir”/ verteilen favstar-Sternchen und ähnliches, aber die breite Masse, eben 90% konsumieren nur, sind stille Leser. Das heißt für Unternehmen, dass sie diejenigen, die für die Kommunikation ihrer Unternehmensinhalte verantwortlich sind, sorgsam aussuchen sollten. Unglücklicherweise sind diejenigen, die über das relevante Wissen verfügen, häufig nicht diejenigen, die über die kommunikativen Fähigkeiten verfügen. Hier kommen die Social Softwares ins Spiel, denn diese sollen das Verntzen innerhalb des Unternehmens und so die Arbeitsabläufe erleichtern und so das Teilen des Wissens einfacher machen – So gelangt das Wissen schneller zum Multiplikator und das Unternehmen bekommt den Mehrwert durch den Einsatz des Web 2.0, auf den wir uns hier immer wieder berufen.

Damit das aber funktioniert, muss die Social Software so integriert werden, dass sie für alle Beteiligten störungsfrei übernommen werden kann: Sie muss sich einwandfrei in die schon bestehende Oberfläche integrieren lassen und die Benutzer nicht zwingen, sich mit gänzlich neuen Tools auseinandersetzen zu müssen. Design, Widgets, Navigation usw. sollten anpassbar sein – möglichst nicht nur an den Kunden, sondern sogar individuell für jeden einzelnen, der damit arbeiten soll (beispielsweise je nach Präferenz mit Kalender im Dashboard oder To-Do-Liste usw.). Als Unternehmen sind Kriterien wie Datensicherheit, Back-up und Recovery (gibt es die Möglichkeit der automatisierten Zwischenspeicherung), die Vertrauenswürdigkeit des Anbieters (und wird auch in den kommenden Jahren noch entsprechenden Service bieten? Was ist über das Entwicklerteam zu sagen? Wo liegen die Daten? Wie ist der Support (gibt es entsprechende Whitepapers, Schulungen? Wie wird auf Fehler etc. reagiert) besonders wichtig.

(Glücklicherweise gibt es Dienstleister wie socialsoftwarematrix.org, die verschiedene Social Software unter verschiedenen Kriterien bewerten.)

Hier eine kurze Liste mit möglichen Anbietern für die interne Kommunikation, die Zusammenarbeit und Wissensaustausch, Verwaltung von Information und Projektmanagement unterstützen:

yammer, jive (kann man detailliert anpassen (customize)), socialtext, , liferay, office sharepoint, chatter collabotaion cloud/salesforce, atlassian confluence (technologiegetrieben, softwareprojekte, Dashboard, in dem man sich den Fortschritt betrachten kann), just (Hamburger Firma)

Wenn eine zum Unternehmen passende Software gefunden ist, ist es wichtig, dass die Entscheider hinter diesem Projekt stehen. Das Engagement der Enthusiasten muss honoriert werden, damit das Unterfangen erfolgreich sein kann – Erfolge müssen messbar gemacht werden, indem Ziele festgelegt werden. Man sollte sich auch vorher darüber im Klaren sein, dass die Mitarbeiter unterschiedliche Vorkenntnisse haben – möglicherweise auch Ängste mit sich bringen – davor sind allerdings auch Mitarbeiter in den Führungsebenen nicht gefeit. Es hat sich, so von Oertzen, bewährt, eine Pilotgruppe zusammen zu stellen, die aus Mitarbeitern der Arbeitsbereiche besteht, die am meisten aus der Zusammenarbeit profitieren und diese als gutes Beispiel vorn angehen zu lassen.

(und hier mal noch ein Artikel aus dem vergangenen Jahr, weshalb Social Software in Unternehmen scheitert - vielleicht diskutieren wir das dann auf Facebook ;-) www.facebook.com/KunstUndKoennen )

 

Und hier der Livestream.

#2 SMW HH Monitoring

Februar 13th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Im wunderbaren Stilwerk  erklärt Tobias Görgen von Toocan noch einmal, weshalb Monitoring wichtig ist und welche Möglichkeiten man derzeit hat.

(Falk Hedemann von t3n hat hierzu ebenfalls einen Artikel geschrieben.)

Görgens betont, dass es nicht ausreicht, im Web 2.0 zu senden, sondern dass man eben auch im Blick haben muss, was und von wem Feedback kommt und was bereits über das Unternehmen oder die Marke gesagt wird. Daneben sieht er ganz klar auch die Beobachtung der Mitbewerber als zentrale Aufgabe der Social Media-Beauftragten.

Monitoring dient der Qualitätssicherung, der Mundpropaganda (schließlich ist es manchmal effektiver,  interessierte Blogger einzusetzen, statt Anzeigen zu schalten – dazu allerdings muss man dazu wissen, wer ein “interessierter Blogger ” ist) der Marktforschung (wie ist die Zielgruppe), dem Marketing (was will die Zielgruppe) und nicht zuletzt der Werbung (wo kann ich Banner schalten, wo ist meine Zielgruppe etc.).

Durch effektives Monitoring kann man die Mitbewerber analysieren, die  Zielgruppe herausfiltern und  diese gezielt angehen.

Zunächst gibt er einen kurzen Einblick in die kostenlosen Tools, die zur Verfügung stehen:

GOOGLE kann man mit Google Alerts oder Google Reader im Blick behalten.

Hier werden indexierte Seiten von Google abgefangen und periodisch per mail versendet. Man sollte vorsichtig mit generischen Begriffen a la „social media“  sein und stattdessen konkrete Suchbegriffe verwenden um nicht mit Suchergebnissen überhäuft zu werden. Das Problem bei diesen Tools ist, dass es sich bei Google um den direkten Konkurrenten von Facebook handelt und Suchergebnisse, die mit ihm in Verbindung stehen, nicht angezeigt werden: Die Ergebnisse sind also nicht objektiv.

TWITTER kann man kostenfrei mit Twinitor beobachten (lassen). Schön ist hier, dass man parallel mehrere Suchen anfragen kann (z.B. Hashtag, Phrases, Personen).

Was bei FACEBOOK über das Unternehmen oder die Marke gesagt wird, erkennt man mit OpenStatusSearch, wofür man nicht in Facebook eingeloggt sein muss.

Ein Tool, mit dem man DIVERSE Plattformen parallel ansehen kann, ist addictomatic Hier kann man zeitgleich und je nach Vorliebe verschiedene Widgets wie Twitter, Google, Bing, WordPress, Flickr, usw. anordnen und Stichwortsuchen laufen lassen.

Tobias Gören beendet diesen Teil seines Vortrags damit, die Nachteile der kostenlosen Tools zusammenzutragen:

NACHTEILE DER GRATISTOOLS

  • beziehen sich auf eine Schnittstelle (Twitter ODER Facebook ODER Google ODER…)
  • Meistens nur ad-hoc-Suchen -keine konstanten Suchen, keine Entwicklung ablesbar (man weiß also auch nicht, ob man sich in seiner Kommunikation verbessert hat)
  • keine komplexe Suche möglich (man müsste auch verschiedene Schreibweisen, mögliche Schreibfehler einbeziehen, oder auch boolesche Suche)
  • Weiterverarbeitung der Daten ist nicht möglich -> keine Beratung

Verschwiegen werden soll an dieser Stelle natürlich nicht, dass Toocan ein Unternehmen ist, dass genau das anbieten möchte: ein Analysetool, mit dem man relevante Daten abrufen kann, umfangreiche Beratung und Service inklusive – das reicht vom Monitoring von der eigenen Reputation, der Wettbewerber, Produkte, Trends etc. bis zur Analyse unbegrenzter Keywords, Treffer und User. Bei Toocan kann man Lizenzen ab 12 Monate erwerben (alles unter 6 Monate macht keinen Sinn, sagt Görgens da man Erfarungswerte sammeln muss) und KMUs sind ab 1.999 € pro Jahr dabei.

#1 SMWHH Facebook (Lieblingstopics)

Februar 13th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

F. Scott Wood von Facebook Hamburg moderierte eine kurzweilige Stunde im neueingerichteten Quartier der Facebooker. Eine Mischung aus Slides und Fragestunde brachte das eine oder andere interessante Thema auf, die hier  in beliebiger Reihenfolge irgendwie aufgegriffen werden sollen…

Was ist das Ziel von Facebook? — Eine Durchdringung von 100 % — Eine wirkliche Prognose ist aber so gar nicht möglich, immerhin ist das Unternehmen erst 8 Jahre alt. (tatsächlich war gerade Geburtstag)

Wie steht’s um die Datenschutzdebatte? — Die ist in Deutschland klar am schärfsten.

Warum ist die mobile App so … — Wir arbeiten dran! Es gibt so viele Komponenten zu beachten – die mobilen Geräte haben unterschiedliche Anforderungen – und tatsächlich sind die User ja nicht alle nur mobil unterwegs – und viele Apps von Drittanbietern funktionieren einfach mobil gar nicht (Stichwort Flash)

“only one percent is done”? Was hat es damit auf sich?— Wir sind erst am Anfang der Reise- das Social Web verändert sich- es geht nicht mehr nur um Algorithmen, sondern immer mehr um Menschen. Wir wollen immer mehr Dienste einbetten.

Wieso sehe ich nicht immer alles, was meine Freunde machen? — Wir versuchen, dem Nutzer das Relevanteste anzuzeigen. Hat man 10 Freunde und ist Fan von nur einer Seite, ist das einfach. Gehst Du auf alles ein, interagierst Du mit allem, was die machen, ist der Social Graph hoch und es wird angezeigt. Jemand, den du vor 10 Jahren kennen gelernt haste , und auf dessen Posts du nie eingehst, der ist für dich einfach nicht relevant- wird dir nicht mehr angezeigt- aber wir arbeiten daran, dass das transparenter wird.

Aufgrund der öffentliche Diskussion lehnen viele meiner Kunden Facebook ab. Überzeugungsarbeit nützt nichts. Wie wär’s mit öffentlichen Stellungnahmen- Talkshowrunden oder sowas? — Ich halte das nicht für sinnvoll. Businesseentscheidungen werden danach entschieden, wie das eigene Nutzerverhalten ist – steht man privat positiv dazu, ist es einfach. Hat man eine Tochter, die das nutzt, ebenso.

Es gibt so viele Userfragen – Wieso gibt es keinen Usersupport?— Was genau heißt Support für dich? – wie soll man eine Milliarde 24/7 supporten? Per Telefon? Von wo aus? Wer bezahlt das? Per 0190-Nummer? (Hier gibt’s es aber schon mal eine gute To-Do-Liste)

Wollt ihr Businesskommunikation a la Xing oder ist euch dieses Segment eigentlich nicht so wichtig? – Wir wollen Menschen vernetzen.Geschlossene Gruppen, Projektgruppen, Businesskontakte- alle.  (Einwurf einer Zuhörerin:- möglicherweise ist das auch branchenabhängig, die Zuhörerin ist aus der Werbung- dort wäre alles streng vertraulich. Würden da Businesskontakte via Facebook “gesammelt”/ zugelassen, hätte der Chef Angst vor dem Verlust der Kontrolle!)

Wie steht man dazu, dass die Nutzungsrechte an Facebook abtreten werden? — ja…Verträge sollte man vielleicht nicht über Facebook abwickeln. Tatsächlich ist es ja aber nicht so, dass man Plattformen wie Facebook bräuchte, um Firmengeheimnisse auszuplaudern.

Wie geht’s mit den Unternehmensprofilen weiter? — Einfach mal beim Entwicklerblog updaten (man hält sich bedeckt)- auf Nachfrage scheint es aber, als würden die Unternehmensprofile ebenfalls chroniklike umgestellt werden)

Mein persönliches Lieblingsfazit, das man nicht oft genug, nicht fett genug, nicht groß genug überall hinschreiben kann – einfach mal hier ohne weiteren Kontext noch mit untendrunter:

Die Marketingleute müssen verstehen, dass sie mit den Menschen, die sie erreichen wollen, reden müssen. 

Social Media Week Hamburg

Februar 13th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Es ist mal wieder soweit: eine Woche voller… Hashtags, @-Mentions und Genetzwerke. Hier geht’s zu den Veranstaltungen. Und wer hier im Blog bleibt, erfährt, was ich interessant fand.  (Man folge mir auch auf Twitter @kunstundkoennen) Bis dahin!

 

Hier gibt es einige Livestreams. (Großartig und danke dafür!)

Die Sache mit der Weihnachtspost

Oktober 16th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Der Herbst ist traditionell die Zeit, in der sich in den K:FEEschen Geschäftsräumen die Anfragen für die Weihnachtspost türmen sollten. Tun sie aber nicht! Die Anfragen kommen immer, wirklich immer erst Ende November – ich habe auch schon Kunden gehabt, die mich am 18. Dezember beauftragt haben, ihre Geschäftspost zu erledigen, was natürlich auch kein Problem ist ;-) . Da unsere Post schon raus ist, wie man so schön sagt, nehm‘ ich das zum Anlass, hier zu verkünden, worauf man beim Verfassen der geschäftlichen Weihnachtspost achten sollte.

Machen Sie sich bewusst, dass die Adventszeit die einzige Zeit im Jahr ist, zu der sich die Mehrzahl der Leute aufrafft, doch noch „echte Briefe oder Karten“ zu verschicken. Ergo ist die Adventszeit auch die Zeit, in der in den meisten Büros auch eine regelrechte Karten- und Briefschwemme zu befürchten ist. Also:

SEIEN SIE ANDERS!

Wählen Sie ein besonderes Karten- oder Brief-Design!

Verschicken Sie Ihre Post in farbigen Umschlägen!

Wählen Sie einen besonderen Zeitpunkt

Benutzen Sie keine Floskeln, sondern machen Sie sich die Mühe eines individuellen Textes!

DESIGN

Im Internet finden Sie viele Anbieter für wirklich schönes Briefpapier und individuelle Karten. Möglicherweise läuft es aber immer wieder auf brennende Kerzen, Rentiere und Schneeflockenhintergründe hinaus. Überlegen Sie, ob Sie selbst kreativ werden können! Entwerfen Sie ein Bild, Fotografieren Sie oder lassen Sie Ihre Kinder malen – mit Photobearbeitungssoftware können Sie schöne Effekte erzielen und mit Hilfe eines Farbkopierers werden im Handumdrehen schöne und individuelle Karten aus Ihrer Idee!

Hinweis:     Selbstgestaltete Karten müssen nicht zwingend eine Größe von DIN A5

haben! Sie wolle mit Ihrer Karte/ Ihrem Brief auffallen – experimentieren Sie

mit Größen und Formen!

Entscheiden Sie sich für schweres Papier (ab 100 g), das unterstreicht den

besonderen Anlass Ihrer brieflichen Korrespondenz.

Wenn Sie durch selbst gebastelte Karten Ihr Unternehmen nicht repräsentiert sehen, wenden Sie sich an einen Grafiker, der Ihnen bei der Umsetzung Ihres Vorschlags unterstützt. Dieser wird es auch verstehen, die Vorzüge Ihres Unternehmens unaufdringlich (!) in das Design einfließen zu lassen.

ZEITPUNKT

Wie bereits erwähnt, kommen in den meisten Büros gerade um den 3. Advent vermehrt Weihnachtsbriefe an. Heben Sie sich also von den anderen Schreibern ab, indem Sie einen besonderen Zeitpunkt wählen, um Ihre Weihnachtswünsche zu verschicken. Seien Sie einer der Ersten! Wünschen Sie noch vor dem 1. Dezember eine schöne Adventszeit! – Das erspart Ihnen später auch den Stress, sich noch mit „dieser Arbeit“ auseinander setzen zu müssen.

INHALT

Geschäftliche Weihnachtspost ist etwas ganz Wunderbares! Natürlich ist die Arbeit, diese zu erledigen, manchmal lästig, aber mit geschäftlicher Weihnachtspost kann man Kunden und Geschäftspartnern einmal ganz anders begegnen: Nicht Akquise oder Finanzierung stehen im Vordergrund, sondern Emotionen und Menschen. Man bedankt sich für das gemeinsame Jahr, wünscht sich das Beste für die kommende Zeit usw.. Hier kann man sich auch einmal von einer anderen Seite zeigen: betont nachdenklich mit entsprechenden Zitaten oder fröhlich mit einem witzigen Gedicht. Unbedingt ist darauf zu achten, positiv zu formulieren, Geschäftliches allenfalls in Anspielungen anzusprechen und Floskeln zu vermeiden – Die werden Ihre Geschäftspartner vermutlich dieses Jahr noch häufig genug lesen!

Schreiben Sie mindestens die Anrede handschriftlich, Ihre Unterschrift selbstredend auch.

Lassen Sie sich von Weihnachtsmärchen, Gedichten und Zitaten inspirieren. Überlegen Sie, was im vergangenen Jahr vorgefallen ist oder wie ein Jahresrückblick aussehen könnte. Sie müssen sich nicht zwingend kurz fassen, wenn Sie es schaffen, einen unterhaltsamen Text zu schreiben. – Und wenn Ihnen gar nichts einfällt, fragen Sie einfach die Texterin Ihres Vertrauens -bis zum 18. Dezember ist ja noch etwas Zeit ;-)

Ihre K:FEE

Hier sehen Sie Entwürfe, die ich für einen Multimedia-Kunden konzipiert habe.

Entwürfe für Weihnachtspost

und das waren unsere Weihnachtskarten im vergangenen Jahr:  (Idee + Text, K:FEE     –      Design  catberry-studios.de)

 

Social Media Club Berlin- Social Gaming

Oktober 12th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Zum heutigen Geburtstag (20. # SMC!) geht’s um alles, was Spaß macht-Spielen tun wir doch alle gerne, oder?

Prof. Bremer beginnt und erklärt, was Social Games eigentlich ist – und ob es “unsocial games” gibt?

Er erklärt, dass Game als regelbasiertes Spiel. Das erste erfolgreiche Spiel “Pong” war bereits sozial, da man es zu zweit spielen konnte.

Aber auch, wenn man nur mit dem Apparat spielt (Z.B. Solitär), ist dies eine Interaktion. Im Vordergrund aber stehen die Rollenspiele. Die digitalen Spiele sind dann besonders faszinierend, wenn verschiedene Charaktere zusammen kommen (Z.B. WoW.)

Das Spielverhakten der Nutzer erklärt Prof. Bremer auf zahlreichen Slides, die wohl später via Social Media Club online gestellt werden.

Die bekanntesten digitale Spiele sind Tetris und Solitär, Need for Speed, Sims, Mahong.

Nur 2% der Deutschen spielen nie. Gelegentlich spielen immerhin 18% Brett und Kartenspiele – was ja durchaus Gesellschaftsspiele sind. Vielspieler spielen “typische” Computergames. 43 % der Deutshen haben überhaupt schon einmal digitale Spiele gespielt. In Gesellschaft spielen davon etwa Handyspiele ebenso wie Klassiker (s.o.)

10% der Befragten haben dabei durchaus ein Verhalten, dass als “Sucht” bezeichnen ist. Viele hingegen spielen, ob des sozialen Aspekts. Dabei spielt die Metakommunikation eine wesentliche Rolle.

Als Motivation zum Spielen gelten – Spannung, Action und Dynamik, Graflik ( Männer mehr als Frauen) uberraschend ist wohl, dass 32% der User vor allem deshalb digital spielen, um sich mit Freunden zu treffen.

( für die hier angebotenen Zahlen übernehme ich keine Gewähr, leider waren sie während der Präsentation quasi nicht zu erkennen)

Und damit übernimmt Sina Kaufmann von Wooga

Sie erklärt, dass es 400 mio digital gamers weltweit gibt. 53% der Facebook-User spielen Social Games und verbringen einen Großteil der Facebookzeit eben bei digital Games.

Sie erklärt, dass Spielen ein Grundbedürfnis ist und reißt die Flow- Theorie an: Eine Tätigkeit darf nicht zu leicht und nicht zu schwierig sein. Klare Ziele, direktes Feedback, sichtbarer Fortschritt und klare Aufgaben seien die wichtigsten Faktoren für den Erfolg eines Spieles. Anhand von “farming games” erklärt sie, wie das FLOW-Feeling erreicht werden kann: Die Spieler müssen die ganze Zeit zum Weiterspielen animiniert werden. Das erreicht man durch Reize (z.B. virtuelle Monitarisierung), Kommunikation und Interaktion mit Freunden und ansprechende Umsetzung.

Interessant auch, was während der anschließenden Diskussion zutage kam:

90% der User geben etwas unter 10€ pro Monat für die vogestellten Spiele aus – allerdings sind es unter 10% der Spieler, die überhaupt Geld für dieses Spiel ausgeben.

Branded virtual Items sind bisher bei Wooga kein Thema, denn das Zusammenspiel von Marke und Spiel ist schwierig. Sie ist allerdings sicher, dass Werbung in digitalen Spielen eine progressive Entwicklung nehmen wird. Prof. Bremer lenkt ein, dass laut Studien die Spieler Werbung im Spiel ablehnen und hart kritisieren. Spiele für etwas anderes, beispielsweise Marketingziele, einzusetzen, scheint, so Bremer nicht zu funktionieren. Er gibt als Beispiel, dass Spiele um zu Lernen nicht funktionieren – man durchaus aber während des Spiels lernen kann. Spaß muss hier immer im Vordergrund stehen.

SOCIAL MEDIA WEEK – 3 Set up your Strategy and Team

September 19th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Sebastian Vasta arbeitet für Optus, ein australisches Telekommunikationsunternehmen und spricht über, naja….siehe Überschrift.

Er sagt, was auch immer man denkt, man denke bitte zuerst an den Kunden.

Kunden entscheiden selbst, welchen Kanal sie nutzen. Wenn man sie also erreichen möchte, muss man den Kanal bespielen, den sie bevorzugen (was sich ja möglicherweise auch ändern kann)
Kunden möchten unterhalten werden, informiert, geholfen und belohnt/beschenkt.

Er betont, dass es keinen Grund gibt, vor Social Media zurück zu schrecken, da mittlerweile alles (inklusive des Erfolgs durch Social Media) messbar ist.

Social Media ist nicht einfach eine Facebook-Seite, sondern eine Einstellung. Er spricht von Zuhören (“INsight” und “Technology”, die zusammenenommen ein “Benefit” für das Unternehmen bedeuten.

Und dann spricht er auch über den ROI- und sagt, dass wir unsere alten Marketinghüte abnehmen müssen: Die Daten, die gewonnen werden, müssten holistisch betrachtet werden, denn man kann Social Media nicht wie eine Kampagne betrachten (wenn ich ihn denn richtig verstanden hab – was schon allein wegen der Kaffeemaschine nicht immer einwandfrei möglich war).

Und ganz richtig hält Vasta auch fest, das Social Media Geld kostet: Daten, Content, Medien müssen bezahlt werden – die Leute, die sich darum kümmern, natürlich auch. Er macht auch Vorschläge, woher dieses Geld stammen könnte ( vom bestehenden Budget nehmen, kreativ sein, … mmmmhhh. tja…)

Er sagt auch, alle involvierten Abteilungen sollten genau informert werden, was die Funktion von Social Media für/ im Unternehmen sein wird und macht Vorschläge dafür, wie das Social Media Team aufgebaut sein sollte (das ist in sofern spannend, als dass hierzulande doch meist – so besagt es die Mähr- der Hauspraktikant übernimmt. Team? – Bei Vasta klingt es auch so, als wäre man als Social Medianer ein “hohes Tier”, ungefähr auf Höhe des Marketingleites ;-) )

… als Zwischenbemerkung, falls dieser Vortrag noch länger dauert, hier zeigt sich mal wieder ein ganz typisches Problem: die Vortragenden kommen meist aus großen Unternehmen und deren Erfahrungen können leider kaum auf die Erfahrungswelt der Zuhörer übertragen werden. Meine Kunden (5- 3000 Mitarbeiter) ticken anders. Ich bin in allen Fällen einzige Social Media Tante, in einem Fall in Zusammenarbeit mit einer Werbefirma, die Print- Radio etc. macht und der ich “unterstellt” bin. Geld ausgeben will keiner. oO richtig ernst nimmt es auch niemand. Mitmachen müssen sie aber trotzdem.

In der Zwischenzeit ging der Vortrag natürlich weiter und Vasta sprach über Verantwortung der Agenturen, dass man die eigene Stimme nicht verlieren darf und sich profilieren sollte. Und jeder, der Social Media macht, gleichzeitig Marke wird – oder werden sollte. Glaube ich ;)

Und dann spricht er über die strategy
. hier die Folie – ich hab sie extra abgeschrieben.

“Listen first
Objectives second
how to measures success
are you ready
priorisation”

noch fragen? bitte an @sebastianvasta

Social Media Week Berlin 2 – Social Media Monitoring

September 19th, 2011 § 1 Kommentar

Pascal Lauria, Geaschäftsführer von Cogia http://www.cogia.de/spricht also über die Überwachng der Social Media Aktivitäten nein, nicht im Sinne der eigentlichen Wahlsieger der Berlin Wahl, der Piraten, sondern einigermaßen harmlos, was wer über wen im web 2.o sagt. Nach 20 Minuten Vortragszeit hat er noch nicht wirklich viel zu Monitoring gesagt, außer, dass man es machen sollte und es “der Wahnsinn” ist, dass die PR-Abteilung davon ebenso viel lernen kann, wie die Geschäftsführung, aber noch hat er nicht gezeigt, was man wie – und vor allem effektiv- beobachtet, statistisch erfasst und so aufbereitet, dass die PR-Abteilung und die Unternehmungsführung damit auch was anfangen kann.

Er sagt, dass es derzeit 213 kommerzielle Monitoring-Tools gibt, derzeit nennt er noch keine Namen. Die Spannung steigt.)

Tools bieten verschiedene features, es sollte darauf geachtet werden, ob es sich auf die Länder/Sprachen einstellen lassen kann, man die Daten speichern kann, sich die Quellen abbilden lassen, der Preis ist relevant, Trend-Analyse, Themen-Analyse, Sentiment-Analyse
(Stimmung positiv oder negativ), Identifikation von Meinungsführern (Influencer-Analyse)Kampagnen-Analyse, Alerts (E-mail, SMS)
… ob er uns auch einen Tipp gibt, wie teuer sowas ist – und wer so etwas anbietet?
Leider nicht.

Nachtrag: Im Anschluss an die Veranstaltung kamen die netten Herren von Cogia aufgrund des geposteten Blogbeitrages direkt auf mich zu und haben mir das von Ihnen entwickelte Tool angeboten ;-)

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